Was ist ein Rollenspiel?

Unser aller Lieblingskapitel in Grundregelwerken findet natürlich auch hier im Blog seinen Platz.

Jeder mag spannende Bücher oder Filme. Aber mal ehrlich: wie oft hast du schon deinen Fernseher angeschrien: „Nein! Lass das sein!“, doch auch der Einsatz von energisch geworfenen Chips hilft nicht, wenige Sekunden später geschieht das Unglück. Wäre es nicht toll in die Handlung eingreifen zu können? Dann ist ein Rollenspiel genau das Richtige für dich.

Die Spielform des Pen-&-Paper-Rollenspiels nahm ihren Anfang in den 1970er Jahren in den USA. Dort brachten Gary Gygax und Jeff Perren 1971 das erste Regelwerk von Chainmail heraus, das der Vorläufer des 1974 von Gygax und Dave Arneson veröffentlichten bekanntesten Pen-&-Paper-Rollenspiels „Dungeons & Dragons“ wurde. (Quelle)

Das klassische Grundprinzip

Eine Person übernimmt den Posten des Spielleiters, dessen Aufgabe es ist die Spieler durch eine Geschichte zu begleiten. Er kontrolliert die Geschehnisse der Spielwelt und alle in ihr befindlichen Figuren.

Die Spieler kontrollieren jeweils eine eigenständige Figur in der Spielwelt – mit eigenen Gedanken, Handlungen, Gefühlen und Zielen. Jeder schlüpft in eine Rolle und spielt seinen Charakter.

Im Grunde sind die Spieler die Schauspieler eines Theaters, der Spielleiter der Regisseur und die Bühne der gemeinsame Vorstellungsraum der Phantasie.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Der herausragenste Aspekt eines Rollenspiels sind die Teilnehmer selbst, denn die einzige Grenze die es gibt, ist die eigene Phantasie. Dadurch ist ein Spielerlebnis möglich das ein Videospiel niemals vermitteln kann. Denn in einem Videospiel können nicht alle Ideen, auf die ein Mensch kommen könnte, umgesetzt werden. Ein Beispiel:

Du hast die Aufgabe einen Barkeeper zu verhören um wichtige Informationen zu bekommen. In einem Videospiel gibt es vielleicht nur die zwei Optionen ihn verbal einzuschüchtern oder mit Geld zum reden zu kriegen. Ohne diese programmierten Grenzen bist du jedoch zusätzlich in der Lage den Barkeeper zu beschatten, irgendwo eine Wanze anzubringen oder die Telefonleitung anzuzapfen.

Selbstverständlich schritt die Entwicklung von Computerspielen ziemlich gut voran und diese sind schon lange nicht mehr so stark eingeschränkt. Dennoch entscheidet die verfügbare Menge von Geld und Zeit über Breite und Tiefe des Inhalts.

Jeder Geschmack wird bedient

Es gibt wahnsinnig viele Rollenspiele und es kommen stets neue hinzu. Wenn du jedoch denkst Rollenspiel bedeutet immer gegen keulenschwingende Orks im Lendenschurz zu kämpfen, irrst du dich gewaltig. In manchen Rollenspielen tragen Orks Nadelstreifenanzüge von Hugo Boss und verchromte Hauer. In manchen ist Magie nur Auserwählten vorbehalten, in anderen gehört Magie zum Alltag der gesamten Bevölkerung. Oder es gibt kein bisschen Magie, dafür jedoch futuristische Technik. Manchmal spielt alles auf einem Planeten, manchmal werden entfernte Sonnensysteme mit einem Raumschiff bereist. Die Auswahl ist groß, die Liste ist lang.

Beispiele gefällig?

Auf Youtube gibt es mittlerweile nicht nur Videos von Menschen die Minecraft spielen, sondern auch von Rollenspielern. Mein persönlicher Serientipp ist „T.E.A.R.S“, doch auch zu „Das schwarze Auge“ und „Dungeons & Dragons“ gibt es sehenswerte Videoreihen.

Auf geht’s!

Dein Interesse ist geweckt? Dann höre dich im Freundeskreis um, ob jemand bereits ein Rollenspiel spielt oder interessiert ist eine neue Rollenspielgruppe zu gründen und wirf einen Blick auf meine Artikel für Einsteiger. Anfangen ist das Wichtigste. Ob die Menschen der Gruppe zusammenpassen oder das Rollenspielsystem deinem Geschmack entspricht, findest du eh erst heraus wenn ihr spielt.

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